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Innenstadtsanierung: 82 Wohnungen und ein Park

  • Schlei Report
  • vor 5 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 11 Stunden

Die Innenstadtsanierung in Schleswig schreitet sichtbar voran: Der provisorische ZOB wurde auf das Stadtfeld verlegt, das bestehende Parkhaus sowie das alte ZOB-Gelände werden derzeit zurückgebaut, um Platz für ein neues Parkhaus mit integriertem Bürgerforum als sogenanntem „Dritten Ort“ zu schaffen. Parallel dazu werden Erschließungsanlagen neugestaltet und zentrale Bereiche der Innenstadt funktional und gestalterisch aufgewertet. Ein weiterer wesentlicher Baustein dieses Gesamtprozesses ist die Entwicklung des ehemaligen Hertie-Geländes am Stadtweg 66–70.


Ein Blick in die mögliche Zukunft aus Richtung des Lollfusses auf das neu gestaltete Hertie-Gelände.			©: Highstreet Development/Peters & Gruf Grundvermögen GmbH
Ein Blick in die mögliche Zukunft aus Richtung des Lollfusses auf das neu gestaltete Hertie-Gelände. ©: Highstreet Development/Peters & Gruf Grundvermögen GmbH

Mit der Entwicklung und Bebauung des Areals an der Ecke Moltkestraße/Stadtweg soll der westliche Eingangsbereich der Fußgängerzone städtebaulich aufgewertet und nachhaltig gestärkt werden.


Die Entwicklung der ehemaligen Hertie-Grundstücke sei ein wesentlicher Baustein der laufenden Innenstadtsanierung, schreibt die Stadt in einer Presseerklärung. Und weiter: Ziel sei es, die Einzelhandelsfunktion zu sichern und zu stärken sowie zusätzliche Impulse für eine lebendige Innenstadt zu setzen. Neben der Umgestaltung der Erschließungsanlagen sowie weiteren Projekten im Innenstadtbereich komme der hochwertigen privaten Neubebauung eine besondere Bedeutung zu.


Nach dem Abriss der Bestandsgebäude wurde ein Investor für die Neubebauung gesucht. Auf Grundlage eines Beschlusses des Bau- und Umweltausschusses vom 28. Juni 2022 wurde eine Anhandgabevereinbarung, mit der das Grundstück für einen festgelegten Zeitraum reserviert ist, mit der „Peters + Gruf Grundvermögen GmbH/Highstreet Development GmbH“ geschlossen.


Konzept musste überarbeitet werden

Für die Umsetzung des Nutzungskonzepts ist die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens erforderlich. Der Aufstellungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 18 „Stadtweg 66 bis 70“ wurde am 24. April 2023 gefasst. Nach zwischenzeitlichen Anpassungen, unter anderem aufgrund der angespannten Marktlage im Immobilien- und Bausektor, wurde das Konzept überarbeitet und wirtschaftlich neu ausgerichtet.

Der Bau-, Klimaschutz- und Umweltausschuss hat am 25. November 2025 den Entwurfs- und Veröffentlichungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst. Ein Abschluss des Anhandgabeverfahrens ist im ersten Halbjahr 2026 vorgesehen.


Vorgesehen ist die Errichtung eines vier- bis fünfgeschossigen Gebäudekomplexes entlang des Stadtwegs und des künftigen öffentlichen Stadtplatzes an der Ecke Moltkestraße/Stadtweg. Ergänzend ist im rückwärtigen Bereich zur Michaelisallee eine Reihenhausbebauung geplant.


Insgesamt entstehen bis zu fünf Gewerbeeinheiten mit rund 1000 Quadratmetern Fläche im Erdgeschoss. Darüber hinaus sind 82 Wohneinheiten mit ein bis vier Zimmern und Wohnungsgrößen zwischen etwa 40 und 110 Quadratmetern vorgesehen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf barrierefreiem und altersgerechtem Wohnraum in zentraler Lage.

Die Bruttogeschossfläche beträgt insgesamt rund 10.000 Quadratmeter, davon entfallen etwa 1200 Quadratmeter auf eine Tiefgarage. Die Zufahrt zur Tiefgarage erfolgt über die Moltkestraße.


Parallel zur Neubebauung wird im Rahmen der Innenstadtsanierung auch die angrenzende Fläche neugestaltet. Dazu sollen Bäume gepfanzt und Sitzmöglichkeiten mit Blick in Richtung Schlei geschaffen werden. Außerdem ist ein Wasserspiel vorgesehen.


Der Baustart könnte noch in diesem Jahr erfolgen, meint die Stadtverwaltung. Fertig werden soll das gesamte Projekt bis 2028. Voraussetzung für die Umsetzung ist allerdings die Zustimmung der Ratsversammlung zum Verkauf des Grundstücks mit Baurecht.

Bürgermeister Jonas Kähler betont: „Mit der Entwicklung des ehemaligen Hertie-Geländes setzen wir einen wichtigen Impuls für die Zukunft unserer Innenstadt. Wir schaffen dringend benötigten, barrierearmen Wohnraum, stärken den Einzelhandel und gestalten einen attraktiven Stadteingang.“ Gemeinsam mit den weiteren Projekten der Innenstadtsanierung entstehe hier ein lebendiges, zukunftsfähiges Zentrum für Schleswig.

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